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    Vom osteuropäischen Ballermann zum niveauvollen Wellness-Anbieter

    Bulgarien arbeitet hart an seinem Image

    Denta Travel Die Tourismusmanager an der bulgarischen Schwarzmeerküste haben es nicht leicht. Die Vorurteile gegenüber dem Goldstrand sind groß: Viele Deutsche halten die Gegend nördlich von Varna für eine Mischung aus dem mallorquinischen Ballermann der 90er Jahre, ein bisschen Mief von Lloret de Mar und einer Prise Rimini. Fest steht: Bulgarien ist billig, manch ein Hotel ist schlecht, in einigen Restaurants schmeckt das Essen nicht, und an den Stadtstränden ziehen sich Hotelbauten entlang - wie an fast jedem Urlaubsort. Es gibt aber auch ein anderes Bulgarien: ein Bulgarien, das seit der Wende hart daran arbeitet, sein Image zu verbessern, indem es Hotels modernisiert, immer neue Freizeitangebote schafft und den eigenen Bürgern vermittelt, worauf Touristen Wert legen. Schließlich gehörten die Badeorte am Goldstrand vor der Wende zu den begehrtesten Urlaubszielen in Osteuropa, und das wollen sie auch wieder sein. Dabei zählt für die Tourismusindustrie keineswegs nur die Zahl der Gäste. Denn Sonnenliebhaber, die für wenig Geld einen schönen Strandurlaub erleben wollen, haben Bulgarien längst für sich entdeckt. Die Menschen am Goldstrand wollen für ihre Region mehr erreichen: Sie soll sich auf lange Sicht zu einer hochwertigen Wellness-Oase entwickeln.

    Das Wellness-Angebot wächst

    Denta TravelDer Legende nach haben Piraten einst einen reichen Goldschatz nördlich von Varna im Sand vergraben. Doch die Erde strafte den Raubzug. Sie zersetzte das Gold zu feinstem Sand. Heute ist der Goldstrand bis zu hundert Meter breit und gesäumt von Hotelanlagen, die bereits nach westeuropäischen Standards modernisiert wurden. Zahlreiche Hotels bieten mit ihren komfortablen Spas das ganze Jahr hindurch attraktive Angebote. Tatsächlich hat Bulgarien seit der Wende 1989 im Eiltempo aufgeholt und ist auf dem besten Weg, zu einem attraktiven Urlaubsziel für Wellness- und Gesundheitsreisen zu werden. Dafür stehen zum Bespiel Luxus-Hotels wie das Kempinski-Ressort oder die Dentaprime Klinik, eine der modernsten Zahnkliniken Europas, die beide im Juni dieses Jahres ihren Betrieb aufgenommen haben und die Attraktivität der Region weiter steigern werden. Natürlich gibt es in Bulgarien weiterhin Hotels ohne Pool und Klimaanlage, aber sie werden immer seltener.

    Kultur und Geschichte als Rahmenprogramm

    Denta TravelSchon jetzt ist der Norden Bulgariens nicht nur ein Ziel für Strandurlauber und Partygänger. Die Region hat mehr zu bieten. Die 3000 Jahre alte Geschichte des Landes spiegelt sich zum Beispiel in den Überresten der römischen Therme in Varna wider, die im zweiten Jahrhundert nach Christus eine der größten Europas war. Der bulgarische Sinn für Kultur und ihre Inszenierung zeigt sich im Musik- und Filmfestival "Varna Summer", in dem von Juni bis September Höhepunkte in den Genren Theater, klassische Musik, Ballett, Jazz und Kino zu sehen sind. Überhaupt hat Varna einen ganz speziellen Charme: Eine Mischung aus Orient und Okzident, mit orthodoxen Kirchen, Moscheen und einem einzigartigen Flair, das an die Zeiten erinnert, als man durch Schmuggel und Schwarzhandel eher berüchtigt denn berühmt war. Im Archäologischen Museum in Varna wird zudem der wohl älteste Goldschmuck der Welt gezeigt: Am Nordufer des Varanaer Sees bargen Archäologen 1972 etwa 3000 goldene Ringe, Platten, Kugeln und Amulette aus dem 5. Jahrtausend vor Christus.

    Geheimtipps aus vergangenen Zeiten

    Ein gutes Beispiel für das moderne Bulgarien ist Sveti Konstantin I Elena, zu sozialistischen Zeiten der erste internationale Kurort Bulgariens mit einem Sanatorium für Tuberkulose-Kranke. Hier erlebt der Urlauber heute eine interessante Mischung aus Altem und Neuem. Neben Trutzburgen aus der kommunistischen Vergangenheit entstehen moderne Ferienanlagen, und dazwischen steht die kleine und halb im Erdboden versunkene Kirche, der Rest eines Klosters, das dem Ort seinen Namen gab. Die Hotels sind nicht billig, für westliche Touristen aber auch nicht wirklich teuer, bieten alle einen eigenen Pool und zahlreiche Annehmlichkeiten. Berühmt wurde Sveti Konstantin I Elena wegen der zahlreichen Quellen, aus denen heißes und heilendes Mineralwasser sprudelt, das selbst im Winter 32 Grad warm ist. Das Thermalbad bietet ein umfangreiches Kurangebot, das von Heilschlammpackungen und Wannenbädern voller Heilkräuter bis hin zu Massagen aller Art reicht. Die Bewohner Varnas nennen die Quelle Senata, Senat - weil dort eifrig und in Badehose über Politik diskutiert wird. Die Quelle fällt wie ein Wasserfall herab und wird von Rentnern, Sportlern und Urlaubern gleichermaßen geschätzt. Im Winter treibt es eiserne Naturen hinaus ins kühle Meer, nur um sich anschließend im Quellwasser aufzuwärmen. Das stärkt die Abwehrkräfte. Sveti Konstantin I Elena hat sich in der Gesundheitsförderung mittlerweile einen guten Namen gemacht. Im Juni wurde dort zum Beispiel die modernste Zahnklinik Europas eröffnet, die immer mehr Urlauber für eine kostengünstige Zahnbehandlung nutzen.

    Die Natur des Hinterlandes

    Die nördliche Schwarzmeerküste hat mit anderen Touristenzielen gemein, dass man nur ein paar Minuten ins Landesinnere fahren muss, um ganz für sich zu sein. Der Nationalpark Zlatni pjasaci erstreckt sich auf 1320 Hektar über die Hügel in Varnas Hinterland und lädt zu ausgedehnten Wanderungen ein. Allein 80 Vogelarten können Wanderer dort entdecken und das Felsenkloster von Aladza besichtigen. Geheimnisvoll liegt es auf und in einer 60 Meter hohen und vollkommen senkrechten Kalksteinwand. Jahrhunderte lang wusste niemand mehr von seiner Existenz, wahrscheinlich lebten dort aber über 700 Jahre lang Mönche in völliger Abgeschiedenheit. Naturliebhaber werden die Region vor allem nach den heißen Monaten schätzen. Denn ebenfalls einen Abstecher wert ist das Naturschutzgebiet Baltata, in dessen Mangrovensümpfen viele bedrohte Tierarten überlebt haben, darunter Krauskopfpelikane, Schwarzstörche und Fischotter. In der Nähe steht das Mausoleum von Arat Teke, das von Christen und Derwischen, asketischen muslimischen "Mönchen" gleichermaßen verehrt wird. Um es zu erhalten und rekonstruieren, will das "Beautiful Bulgaria Project" demnächst mit Wiederaufbauarbeiten beginnen.

    Entspannung an ruhigen Orten

    Ein kleines Stück nördlich davon hat sich der moderne Pauschaltourismus so oder so nie etabliert: Balcik, die "weiße Stadt" genannt we-gen der hohen Kalksteinfelsen, die den Küstenort einrahmen, besitzt einen über 80 Jahre alten, wunderschönen Botanischen Garten mit einem kleinen Sommerschloss, in dem die rumänische Königin Maria oft die heißen Sommermonate verbrachte und sich dort dem Opium hingab. Der Park selbst ist eine gelungene Symbiose aus Natur und Architektur. Wasserräder und Mühlen, Villen und Brunnen fügen sich harmonisch in die Grünanlagen ein. Eine knappe Autostunde weiter im Norden, an der Steilküste um Kap Kaliakra, schwimmen Delfine und Robben im Meer, so sauber ist das Wasser dort. Kleine Sandbuchten locken Strandurlauber, und wem die Goldküste zu rummelig ist, der weicht eben hierhin aus.

    Niveau und Touristenzahlen steigen

    Denta TravelTrotz aller Modernisierungsversuche hat sich Bulgarien seine Kultur bewahrt. Praktisch in jeder Ortschaft finden die traditionellen Bauernmärkte statt: Auf dem täglichen pazar gibt es neben allerlei Nippes erntefrisches Obst und Gemüse, Kräuter, Tee und Honig. Die hausgemachte Feigenmarmelade oder die getrockneten Salzfische namens tschirus gehören zu den besonderen Spezialitäten. Dass Touristen einen höheren Preis als Einheimische bezahlen, ist aber inzwischen auch hier keine Seltenheit mehr. Denn mit dem steigenden Niveau an der Küste steigt die Zahl der wohlhabenden Urlauber und auch die Anpassung der Preise. So steigen auch die Preise für Ferienimmobilien in Bulgarien laufend. Es wird wohl nicht mehr lange dauern, und die Region um den Goldstrand hat ihr Ziel erreicht - Urlauber aus ganz Europa zur Entspannung nach Bulgarien zu locken. Ein Geheimtipp wird Bulgarien dann allerdings nicht mehr sein.

    Einreise-, Zoll- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes:
    www.auswaertiges-amt.de
    Quelle: Pressemitteilung der Dentaprime-Zahnklinik

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